Aus unserer Forschungsarbeit

Welche Mitarbeiter suchen die Betriebe wirklich? Eine Analyse des OÖ. Stellenmarktes.

Neben Infrastruktur, F&E, Gesundheitssystem, Energiesicherheit und einer effizienten Verwaltung wird die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandortes OÖ. immer mehr vom ausreichendem Angebot an gut qualifizierten Fachkräften bestimmt, stellte der GF des Institutes Wirtschaftsstandort OÖ. Gottfried Kneifel fest.

IWS-GF Dr. Kurt Pieslinger, Dr. Elisabeth Dreer, Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider und IWS-GF BR Gottfried Kneifel.
© IWS Engelsberger

Ein Hauptproblem besteht darin, dass sich im Bereich der Arbeitswelt traditionelle Rollenbilder, Abläufe und Strukturen und Einstellungen verfestigt haben, die nicht mehr synchron mit den tatsächlichen Beschäftigungs-Angeboten verlaufen. Heute gibt es nicht mehr genug Angebote in der betrieblichen Realität, um diese traditionellen Beschäftigungswünsche erfüllen zu können.

 

2030 werden 122.000 Fachkräfte fehlen

Bei der zukünftigen Absicherung des Fachkräftemangels werden die heimischen Unternehmen mit neuen Herausforderungen konfrontiert, stellen viele Betriebsführer und Personalleiter von OÖ. Unternehmen fest.

  • Demografische Entwicklung wegen geburtenschwacher Jahrgänge
  • immer häufiger sind Lehrstellensuchende nicht in der Lage, die gestellten Aufnahmebedingungen zu erfüllen
  • Der Konkurrenzkampf um die qualifizierteren Köpfe wird am Arbeitsmarkt zukünftig heftiger werden
  • die Bedeutung der innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung steigt
  • viele Betriebe testen Leasing-Kräfte und übernehmen nach einer gewissen Einarbeitungsdauer die qualifiziertesten in ein Arbeitsverhältnis

Ab 2016 wird die Zahl der 60jährigen in OÖ. höher sein als jene der 20jährigen. Am Höhepunkt der demografischen Lücke im Jahre 2024 werden etwa 23.000 60jährige sogar nur mehr 15.000 20jährige gegenüberstehen.

Während es derzeit am OÖ. Arbeitsmarkt noch ein Überangebot gibt, errechnet der OÖ. Fachkräfte-Monitor für 2030 einen Engpass von 122.000 Fachkräften.