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Korruption - Gefahr für Marktwirtschaft?

Das Institut Wirtschaftsstandort Oberösterreich, das von Präsident Dr. Christoph Leitl ins Leben gerufen wurde, hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Themen aufzugreifen, die für den Standort Oberösterreich von großer Bedeutung sind.

Bei dieser Veranstaltung befasste sich das IWS mit dem immer mehr in der Öffentlichkeit bewussten Thema Korruption. Einer der profiliertesten Kenner der Situation, insbesondere im deutschen Bereich, ist Dr. Theo Waigel, der im Siemens-Konzern als Compliance Monitor sehr intensiv mit diesem Thema zu tun hatte. Dr. Waigel referierte an diesem Abend über seine Erfahrungen mit dem Thema.

Korruption steht in Österreich immer noch auf der Tagesordnung und nimmt sogar zu, sagen Experten. Bestechung und Vorteilsannahme fügen der heimischen Wirtschaft 2012 voraussichtlich einen Schaden in Höhe von 27 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr belief sich der Wert auf 26 Milliarden Euro, 2010 auf 25 Milliarden Euro, geht aus einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität Linz hervor. Korruption hemmt das Wirtschaftswachstum erheblich.

Von Transparency International wird jährlich ein Index veröffentlicht, demzufolge sich Österreich von den am wenigsten von Korruption betroffenen Ländern von Platz 15 auf Platz 16 verschlechtert hat.

Der Schaden, den Bestechungszahlungen in Österreich und Deutschland anrichten, ist beträchtlich, heißt es in der Studie weiter. Es wäre ein lohnendes Politikerunterfangen, die Korruption in beiden Ländern zu verringern. Gute Voraussetzungen dafür wären Good Governance, strenge Gesetzte sowie deren Durchsetzung und ein vorbildliches Verhalten des Staates.